Nachtrag Tag 3: Intermezzo mit der neuseeländischen Polizei
Vor unserem Trampingtrip im Abel Tasmin National Park waren wir noch in Motueka Einkaufen und ich habe mir dort einen Rucksack ausgeliehen. Ready to go sind wir mit dem Beer-Van in Richtung Abel Tasman National Park aufgebrochen.
Doch leider kamen wir nicht weit, denn wir sind zu Mik’s großem Verhängnis an einer Kreuzung rechts abgebogen an der wir hätten geradeaus fahren müssen. Wir wollten gerade umdrehen, als ein Polizeiauto mit Blau(-Rot-)licht uns zum links ran fahren aufforderte. Das Auto hielt ebenfalls, ein Polizist stieg aus und kam auf der Fahrerseite ans Auto. Uns war vollkommen unklar, welchen Fehler wir begangen haben könnten, weil wir wirklich niemals zu schnell gefahren sind und immer ganz bewusst auf diese bescheuerte Abbiegeregel geachtet haben. Der Polizist sagt uns, dass wir beim Rechtsabbiegen (in die falsche Straße) gerade eben ein entgegenkommendes Auto geschnitten hätten und weil diese Kreuzung ein unfallträchtiger Punkt in der Stadt ist, müsste dieses Vergehen mit einer Geldbuße geahndet werden. Der Abbiegevorgang aus unserer Sicht: wir standen auf der Abbiegespur nach rechts und gegenüber stand ein Truck (Geländewagen) auf der Abbiegespur nach rechts in die gegenüberliegende Straße. Weil der Geländewagen ziemlich groß war, verdeckte er die Gegenfahrbahn etwas, so dass wir das rote Auto nicht gut sehen konnten. Wir sahen es erst, als wir abbogen. Das rote Auto musste aber nicht abbremsen, um eine Kollision mit uns zu verhindern. Das war alles andere als knapp. Nun gut – eine Amerikanerin und ein Deutscher sitzen in einem Bierbus und der Polizist hat Recht. Er wollte einen Strafzettel über NZD 250 ausfüllen, hatte aber keinen Block dabei. Also mussten wir warten, bis ein Kollege kam und ihm einen brachte. Beim überreichen des Strafzettels fügte er zu Mik gerichtet hinzu, dass sie einen Monat Zeit hätte ihn zu begleichen. Außerdem sagte er, dass die neuseeländische Polizei wohl kaum bis nach Wisconsin kommen würde, um das Geld einzufordern. Nachdem er das auf unsere Nachfrage noch einmal bestätigt hat, haben wir das eindeutig als „Freibrief“ verstanden. Bis jetzt kam auch noch keine Zahlungsaufforderung…
Danach haben wir die richtige Abzweigung gefunden und sich auch sicher in Marahau angekommen. Ab jetzt wurde jede Kreuzung drei mal inspiziert, bevor man irgendwohin abgebogen ist…

