Nachdem ich am Sonntagabend vom Mt Aicken-Trip ziemlich erledigt war und ich am Montag die erste Vorlesung um 09.00 Uhr hatte, war nicht mehr wirklich an Reinfeiern zu denken.
Dafür gab’s dann am Abend nach den Vorlesungen eine Geburtstagsfeier im kleinen Kreis. Vorher haben wir noch bei Alice in der Wohnung im O-Block gekocht – mit einer Gebäudeevakuierungsunterbrechung (das ist mal ein Wort für Galgenmännchen ). Wir hatten gerade ein Räucherstäbchen angezündet – wohlgemerkt bei offenem Fenster – als der uns wohl bekannte Feueralarm angesprungen ist. Um diesen wieder abzuschalten, muss man einige Zeit mit einem Handtuch o.ä. Luft gegen ihn wedeln. Das hat in diesem Fall aber nichts geholfen. Zudem kam aus einem Lautsprecher immer wieder die Meldung „Please evacuate the building via the nearest fire escape routes!“ Das musste diesmal etwas anderes sein, als der Alarm, der sonst jeden zweiten Tag beim Kochen ausgelöst wird.
Wir sind also aus der Wohnung im 4. Stock nach unten vor’s Haus gelaufen, wo sich schon alle Bewohner des O-Blocks versammelt hatten. Nach gut zehn Minuten war der Spuk vorbei und ein Mann kam zu uns, um sich für unsere Kooperation bei dem Übungsalarm zu bedanken. Na toll!
Nach dem Essen sind dann Eric, Lilly und Alice wieder in unsere Wohnung gekommen, um mit mir meinen Geburtstag zu feiern. Wir haben zusammen den Kuchen mit den Kerzen bestückt und sie angezündet.
Zum „Happy Birthday“-Singen kam dann noch James als Verstärkung. Der Kuchen samt Kerzen kam übrigens per Post aus Deutschland auf den Tag genau an. Mama, ich soll dir besonders von Alice sagen, dass der Kuchen ausgezeichnet geschmeckt hat
Ich möchte mich auch noch bei allen bedanken, die an mich gedacht haben und mir Mails o.ä. zum Geburtstag geschrieben haben. Ich habe mich sehr darüber gefreut!!!
Heute (Dienstag) hatte ich wieder meinen freien Tag, an dem Dinge wie Wäsche waschen usw. anstanden.
Bei strahlendem Sonnenschein habe ich dann mit den Leuten von der Wohnung gegenüber den restlichen Kuchen auf der Wiese vor den Blocks verputzt. In der Sonne badend habe ich dann aber auch noch etwas für meinen ersten Test am nächsten Montag getan.
Um 16.00 Uhr sollte ich mich dann mit meinen beiden Gruppenkollegen für das Homepage-Projekt vor der Central Library treffen, um mit den Planungen zu beginnen. Leider ist nur einer der beiden aufgetaucht. Im Gegensatz zu Kotaro (so heißt er), war ich schon vorbereitet und habe mir Gedanken zur Umsetzung gemacht. Falls der andere genauso viel drauf hat, wie Kotaro, dann kann es heiter werden Ich bin mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Sobald wir ein präsentierfähiges Konzept haben, stelle ich den Inhalt online. Über konstruktive Kritiken über die Kommentarfunktion des Blogs würde ich mich dann sehr freuen!
Am vergangenen Wochenende habe ich zur Abwechslung nur einen Tagesausflug anstatt einem Overnight-Tramp mit dem Trampingclub gemacht. Dieser führte uns auf den Mt Aicken im Gebiet des Arthurs Pass National Park.
Dazu trafen wir (eine Gruppe aus ca. 15 Leuten) uns am Sonntagmorgen um 08.00 Uhr auf dem Parkplatz der UCSA. Weil alle pünktlich waren, konnten wir, aufgeteilt auf drei PKW, zügig losfahren. Ich saß im Auto mit Andrew (Kiwi und Tripleader für den Tramp), Alex (USA), Mauricio und seiner Freundin (beide Brasilien), deren Namen ich leider vergessen habe.
Auf der zweistündigen Fahrt nach Arthurs Pass, einem kleinen Ort, der nach dem Pass über die Southern Alps benannt ist, fuhren wir auf der West Coast Road am Waimakariri River (kurz: Waimak) entlang, an den vielen Skifields (Skigebieten) vorbei, über zwei Pässe (ca. 1.000 üNN hoch) und ein kurzes Stück am sehr schön gelegenen Pearson Lake entlang. Kurz vor Arthurs Pass mussten wir mehrmals die vielen kleinen Zuflüsse zum Waimak überqueren. Um Kosten oder Platz (oder beides) zu sparen, führten an diesen Stellen nur einspurige Brücken über das Wasser. Das Besondere an vielen Flüssen in Neuseeland ist, dass sie im Sommer und nach längeren Trockenzeiten nur sehr wenig bis gar kein Wasser führen und das Flussbett sehr verzweigt verläuft. Wenn ihr euch den Waimak auf einer Landkarte anseht, dann sieht man, dass der Fluss in Wirklichkeit aus ganz vielen kleinen besteht. Das Flussbett besteht aus Steinen, die vom Kieselstein bis zum Felsbrocken in allen Größen vertreten sind. Deswegen ist es auch so gefährlich Flüsse zu durchqueren, die viel Wasser führen. Die Steine werden nämlich mit der Strömung unter Wasser mitgerissen. Das ist meist für den Betrachter / Tramper vom Ufer aus nicht sichtbar.
In Arthurs Pass angekommen, haben wir die Autos am Wanderparkplatz „Devils Punchbowl Falls“ abgestellt. Der Devils Punchbowl Fall ist ein schöner, 112m hoher Wasserfall, den man ganz leicht und bequem von dort aus erreichen kann.
Gegen 10.00 Uhr haben wir uns in diese Richtung auf den Weg zum Mt Aicken gemacht. Für diejenigen, die sich ein bisschen auskennen: der 1858m hohe Mt Aicken liegt ziemlich genau gegenüber vom Avalanche Peak, dem wohl bekanntesten Tages- oder auch Overnight-Trip der Region. Die nachfolgende Karte zeigt unsere Route und ein bisschen von der Umgebung (Legende: hellgrün = richtiger Weg | rot = Umweg | dunkelgrün = Rest des Wegs | blau = Gipfel).
Vom Parkplatz, der auf ca. 760m üNN liegt führt zuerst eine solide Holzbrücke über den Bealey River. Dann geht es gleich ziemlich steil nach oben. Zuerst auf einem ausgebauten Wanderweg, der an den steilsten Stellen Treppen hat. Dadurch kann wirklich fast jeder in gut 15 Minuten zu den Devils Punchbowl Falls gelangen. Der Pfad zu Mt Aicken biegt vom Wanderweg aber (sehr schwer erkennbar, obwohl beschildert) nach rechts ab. Der Friiitz ist aber geradeaus weitergelaufen und hat sich dann beim Wasserfall gewundert, warum keiner der anderen hier ist; zumal der Wanderweg beim Wasserfall aufhört.
Also bin ich wieder zurück und habe diesmal aufmerksam nach einer Abzweigung gesucht. Die restliche Gruppe war natürlich schon weit voraus und außer Sicht- und Rufweite.
Ich habe mich dann ziemlich beeilt, um die Gruppe einzuholen. Das war im Nachhinein der mein größter Fehler an diesem Tag. Weil es unten am Parkplatz noch ziemlich kühl und windig war, war ich dementsprechend warm gekleidet. Zur die Anstrengung ist mir dann so warm geworden, dass ich eine längere Pause einlegen musste, um überhaupt weiterzukommen.
Dass dieser Trip als Medium-Hard eingestuft war – das ist eine Stufe schwieriger, als meine Route vom Freshers – hat man auch gleich zu Beginn gemerkt. Nach meiner bisherigen Erfahrung ist es wohl meistens so, dass das steilste Stück immer zu Beginn kommt. Sobald die Baumgrenze überschritten ist und nur noch Tussock (so heißen die Büsche) und Gras wächst, flacht der Weg (unmerklich) ab. Wenn man auch die Buschgrenze hinter sich hat, dann hat man das Gröbste geschafft. So war es auch diesmal.
Der eigentliche, gekennzeichnete Weg hat am Ende der Buschgrenze geendet. Dort wartete dann auch der Rest der Gruppe auf mich; besonders Andrew war froh, nicht mehr absteigen zu müssen, um nach mir zu suchen. Ich habe mein Handy nämlich nicht gehört, als er angerufen hatte.
Nach einer kleinen Stärkung ging es dann aber wieder gut weiter Richtung Gipfel. Ab dem Ende des offiziellen Wegs, ging es querfeldein über Geröll stetig nach oben. Die von anderen Trampern aufgeschichteten Steinpyramiden kennzeichneten eine ungefähre Route.
Gegen Mittag haben wir dann den ersten Gipfel erreicht. Entgegen meinen Erwartungen, war das aber nicht Mt Aicken. Dort haben wir dann eine länger Pause gemacht und die Aussicht bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und einer stetigen Brise genossen. Von diesem 1844m hohen Gipfel führte ein schmaler, u-förmiger Grat aus Fels und Geröll in Richtung Norden zum nächsten Gipfel (1863m), der – wie sollte es anders sein – auch noch nicht Mt Aicken war. Der Weg dorthin bestand eher aus klettern als aus tramping. Die Schwierigkeit bestand auch darin, die Steine zu identifizieren, die auch tatsächlich Halt bieten. Dadurch, dass die Felsen dort oben jeder Witterung ausgesetzt sind, bröselten manche Steine einfach unter dem Schuh weg oder man hatte die Hälfte des Steins, an dem man sich festhielt, plötzlich in der Hand. Aber auch den zweiten Gipfel haben alle unbeschadet erreicht.
Vom diesem ging es wieder über einen schmalen Grat schließlich zum Gipfel des Mt Aicken. Doch ab dort war es wirklich nicht mehr feierlich. Die Kletterei, die dorthin geführt hätte, hat meine Fähigkeiten und meine Fitness (bzw. das, was ich mir zugetraut habe) überstiegen. An einer windgeschützten Stelle auf dem zweiten Grat habe ich dann, zusammen mit der Brasilianerin, deren Namen ich nicht mehr weiß, zugesehen wie die der Rest der Gruppe den Mt Aicken erklommen hat. Auf den Bildern kann man nur das letzte Stück des Aufstiegs sehen, das ich mit Sicherheit auch noch geschafft hätte. Den Kletterpart verdeckt der große Felsbrocken, vor dem ich gewartet habe. Die Pause habe ich aber dazu genutzt, schöne Bilder zu machen und Kräfte für den Rückweg zu sammeln. Laut den anderen war die Aussicht auch nicht anders, als auf den Gipfeln zuvor. Und ich hatte ja schon den Wasserfall gesehen!
Der Rückweg ins Tal führte auf der gleichen Route zurück. Besonders auf dem Grat hatte ich aber das Gefühl, noch nie dort gewesen zu sein. Von der anderen Seite sah der Weg komplett anders aus. Auf dem ersten Gipfel haben wir dann noch zwei Franzosen von unserer Gruppe aufgegabelt, denen der erste Gipfel schon gereicht hat und die dort auf uns gewartet haben.
Oberhalb der Tussock-Grenze ging es mit einiger Vorsicht ziemlich zügig voran, weil man an den Stellen mit kleinerem Geröll gut seitlich mit den Schuhen herunterrutschen konnte. Dazu konnte man die Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite und die 2000er mit den hellblau schimmernden Gletschern genießen. Ab der Busch- und besonders ab der Baumgrenze war dann aber wieder erhöhte Vorsicht geboten. Vereinzelt haben die Wurzeln der Bäume gute Stufen gebildet. Zwischendurch waren aber auch Stellen, an denen es gut zwei Meter vertikal nach unten ging und man sich einen sicheren Weg suchen musste. Mein bandagiertes Knie hat aber bis zum ausgebauten Wanderweg gut durchgehalten und sich erst kurz vor dem Erreichen des Parkplatzes bemerkbar gemacht.
Nachdem gegen 18.00 Uhr wieder alle sicher am Parkplatz angekommen sind, sind wir wieder in die Autos gestiegen und aufgebrochen. In Arthurs Pass haben wir noch am dortigen Café gehalten und Eis gegessen. Zuerst habe ich mich über die Preise für eine Kugel etwas gewundert. Aber als ich die Kugelgröße gesehen habe, haben sich die 3,60 NZD für zwei Kugeln schnell relativiert. Sowas habe ich wirklich selten gesehen. Eine Kugel war größer als meine Faust! Und nach zwei Kugeln (Cookies & Cream und Gold Rush (mit Goldnuggets!) ) inkl. Waffel war ich pappsatt. Die Kellner haben uns erzählt, dass sie untereinander immer einen kleinen Wettbewerb machen, wer die größten Kugeln auf die Waffel bekommt. Die Öffnung der Waffel hatte ungefähr einen Durchmesser von vier Zentimetern!!! Zum Glück war es draußen nicht mehr ganz so warm; sonst hätte ich das Eis vermutlich vor dem Schmelzen hinunterschlingen müssen.
Gegen 20.00 Uhr sind wir dann wieder an der Uni in Chch angekommen und ziemlich platt nach Hause gegangen.
Meine Erkenntnis nach zwei Trips: die Trips werden wohl immer eine Stufe niedriger eingestuft, als ich die Schwierigkeit beurteilen würde. Ich werde mich in Zukunft dann wohl eher an die Trips halten, die als Medium oder Easy-Medium eingestuft werden. Obwohl ich diesen – im Nachhinein beurteilt – geschafft habe, macht es um einiges mehr Spaß, an den Tramps teilzunehmen, die nicht das Maximum an körperlicher Fitness erfordern. Dann bleibt bestimmt noch mehr Zeit die Landschaft zu genießen.
Mit leichtem Muskelkater an eher unüblichen Stellen des Körpers (Schultern und oberer Hüftbereich) habe ich mich am Montagmorgen in die erste Vorlesung begeben. Nach unspektakulären fünfzig Minuten hatte ich dann mein erstes ACIS233-Tutorial*, in dem wir lernen, wie man mit MS WebExpression eine Website erstellt. Nach den grundlegenden Dingen und dem Baukastenprinzip wurde es auch für mich interessant. In der letzten Zeit habe ich eher fertige Templates an meine eigenen Vorstellungen angepasst oder aus einigen verschiedenen mein eigenes zusammengebastelt. Allerdings habe ich eigentlich noch nie eine CSS-basierte Homepage „from scratch“ aufgebaut. Insofern freue ich mich auf die nächsten Tutorials und auch auf das Gruppenprojekt, das wir für diesen Kurs absolvieren müssen. Die Aufgabe besteht darin, eine Website für ein Hotel zu erstellen, dessen Name und Ort wir uns selbst heraussuchen können. Wir müssen bestimmte Features, wie z.B. Benutzerregistrierung und Onlinebuchung von Zimmern, selbst in die Seite implementieren und auch dafür sorgen, dass sei funktionieren. Das gesamte Design und das Layout der Seite liegen ebenfalls gänzlich in unserer Verantwortung. Wenn wir schon etwas weiter fortgeschritten sind und etwas Präsentationsfähiges erarbeitet haben, versuche ich die Seite mal online zu stellen, damit ihr euch unser Werk ansehen könnt und als „User“ Kommentare zur Benutzerfreundlichkeit abgeben könnt. Wenn ich immer von „wir“ spreche, meine ich, neben mir, zwei andere mir noch unbekannte Kommilitonen. Unbekannt deswegen, weil sie in der letzten Vorlesung nicht anwesend waren und ich sie leider nicht kennenlernen konnte. Ich hoffe aber, dass sie zumindest ihre Mails checken und dass wir uns nächste Woche mal zusammensetzen.
* ACIS233 ist das Kurskürzel für den e-Commerce-Kurs; ein Tutorial ist wie eine Übungsstunde, die von einem Tutor und nicht vom Prof betreut wird.
Am Dienstag, meinem unifreien Tag, habe ich mich den häuslichen Aufgaben gewidmet. Ich war Wäschewaschen und Einkaufen. Alles vollkommen unspektakulär
Als ich vom Einkaufen wieder zurückgekommen bin, habe ich mein ERSTES Päckchen aus Good Old Germany, mit dem Kommentar der Mitarbeiterin des Ilam Accommodation Office „Oh the one with the fancy wrapping!“, in Empfang genommen.
Bei genauerem Hinsehen sah ich den Grund für den Ausspruch. Ich habe aber auch gesehen, dass eine aufsehenerregende Verpackung nicht für eine zügige Beförderung spricht. Das mit Sponge Bob und seinen Kumpanen verzierte Päckchen trug nämlich einen breiten Streifen Klebeband mit der Aufschrift „Officially Opened by MAF Biosecurity New Zealand – Persuant to the Biosecurity Act of 1993“.
Meine Schlussfolgerung eher unauffällige Verpackungen zu verwenden, um die Kontrolle zu vermeiden damit dass Päckchen folglich schneller ankommt, sollte sich aber am Ende der Woche noch als ungültig herausstellen…
Am Mittwochabend fand das zweite (wöchentliche) CUTC-Meeting statt. Am Anfang wurden in einer Slideshow viele verschiedene Bilder vom Freshers-Trip gezeigt. Nach einer Präsentation zur Sicherheit in den Bergen und zwei Satzungsänderungen, wurden die Trips, die am kommenden Wochenende stattfinden, vorgestellt und auf die Wetterbedingungen ab Freitag hingewiesen. Die Niederschlagskarte zeigte nämlich ab dann bis Samstagabend ein breites dunkelblau-lila Band (viel bis sehr viel Regen und Wind) über der Mitte der Südinsel. Ich hatte mich aber eigentlich schon vor dem Meeting für einen Daytrip entschieden – und das nicht vom Wetter abhängig gemacht. Der einzige anspruchsvollere Tagestrip führt auf den 1863m hohen Mt Aicken im Arthurs Pass-Gebiet. In der Schwierigkeit ist er als Medium-Hard eingestuft; das ist eine Schwierigkeitsstufe höher, als der Trip am vergangenen Wochenende. Aber da es nur ein Tagestrip ist und deswegen der Rucksack erheblich leichter ist, habe ich mir gedacht, dass ich das schaffen kann. Aufgrund des Wetterberichtes wurde der Trip von Samstag auf Sonntag verschoben. Hoffentlich wird es dann wieder klar, dass ich ein g‘scheites Panoramabild vom Gipfel machen kann Die nachfolgende Karte zeigt wo es hingeht.
Nachdem sich alle bei ihrem Tripleader eingeschrieben und für den Sprit gezahlt haben, hat der Gear Exchange angefangen. Für mich war aber bei den gebrauchten Sachen der anderen Clubmitglieder nix dabei, was ich hätte brauchen können.
Am Abend des folgenden Tages fand ab 18.00 Uhr die für Clubmitglieder exklusive Sales Night bei R&R (Sportgeschäft in Chch) statt, bei der es auf alles im Laden mindestens 20% Rabatt gab. Da ich mir meine fehlende Ausrüstung – wie berichtet – schon in der letzten Woche besorgt habe, brauchte ich nicht mehr so viel. Ich habe mir nur noch ein langes, warmes und leichtes Oberteil, eine Sonnenkappe und einen Regenschutz für den Rucksack gekauft. Den Door Prize (ich glaube, es war ein Zelt), der unter allen anwesenden Clubmitgliedern gezogen wurde, habe ich leider nicht gewonnen ;-(. Das Lustigste an der Verkaufsnacht war allerdings, dass es ganz zu Beginn für jeden Shopper Bier und Cola gab. Ich war wirklich noch nie mit einer Flasche Bier in der Hand einkaufen – und ich muss sagen, dass das ziemlich hinderlich beim Aussuchen und Anprobieren ist. Die R&R-Mitarbeiter haben übrigens auch mitgetrunken Für den Rückweg zu den Ilam Apartments habe ich dann einen „Platz“ in einem Kleinbus, den das Austauschprogramm mit dem Eric, Alice und Lilly hier sind, für eine Fahrt zum Wild Foods Festival in Hokitika am Wochenende gemietet hat, bekommen. Wir waren 15 Leute, die sich in die 12-Personen-Reisschüssel gezwängt haben
Schwupps, und es ist schon wieder Freitag.
Heute hat unser promovierender „Lecturer“ („Vorleser“ klang für mich gerade etwas zu unprofessionell, obwohl es – leider – gepasst hätte) wieder einmal versucht, das gleiche .flv-Video am selben Computer mit dem MediaPlayer zum Abspielen zu bringen… und es, wen hätte es gewundert, wieder nicht geschafft. Das Ergebnis dessen war wieder, dass die Vorlesung zehn Minuten früher endete.
Danach habe ich mir um 12.00 Uhr bei Sam im Gear Locker des Trampingclubs sogenannte „Gaiters“ (zu Deutsch Gamaschen) ausgeliehen. Damit habe ich dann alles zusammen, was ich für die Besteigung von Mt Aicken am Sonntag brauche. Danach habe ich mein zweites Paket im Office abgeholt, das eigentlich schon gestern angekommen ist, abgeholt. Trotz vollkommen unauffälliger deutscher DHL-Päckchen-Verpackung zierte auch dieses Päckchen wieder das weiß-schwarze Klebeband der „MAF Biosecurity“. Meine eingangs erwähnte Vermutung ist damit revidiert; Zeit für eine neue: vielleicht liegt es am Ursprungsland – die Kiwis sind bestimmt nur auf die deutsche Schoggi aus
Heute Nachmittag wäre eigentlich noch das erste Barbecue der UCom gewesen. Die Organisatoren haben das aber gestern – wetterbedingt – um zwei Wochen verschoben.
Obwohl es jetzt gerade eine mit Sicherheit nur kurze Sonnenpause gibt, muss ich der Fairness halber schreiben, dass es hier nicht nur Super-Sonnen-Wetter gibt und es sommerlich warm ist. Mit 12 Grad ist es zwar noch nicht kalt; aber wenn man wochenlang etwas anderes gewohnt ist, fühlt sich das, was sich mir gestern und heute geboten hat, doch schon ziemlich ungemütlich an. Aber am Sonntag soll es ja schon wieder viel besser werden…
Heute hat sich der CUTC offiziell bei allen Teilnehmern am Freshers für den Zustand der beiden Busse entschuldigt.
We hope everyone who came on Freshers had a great time! For many of you it was an introduction to New Zealand tramping or overnight tramping, but everyone stepped up to the challenge and all the different trips went well. In fact, everything went really smoothly.
Just kidding on that last point. We sincerely apologise for all the problems we had with the buses, it really concerned all those on the committee, we have sent a letter of complaint to the bus company for unsafe/unprofessional/illegal conduct and let them know we will not be using their service again without major internal changes, we have also voiced our concerns to the UCSA and we are discussing how we will proceed from here. Know that we are treating this as a serious matter. Also Dave is sorry about wait on the rice, turns out it’s not such easy stuff to cook for a hundred people… but when you’ve got a three course meal who really cares about the main course, right?
Das scheint dann (glücklicherweise) wohl doch nicht ganz der Standard gewesen zu sein – und ich war auch nicht der einzige, dem das unangenehm aufgefallen ist
Dieses Wochenende habe ich – wie am Freitag angekündigt – auf dem Freshers Trip des CUTC (Canterbury University Tramping Club) verbracht. Der Trip heißt deswegen Freshers, weil es zum einen der erste Tramp im Semester ist und zum anderen alle neuen Mitglieder, die noch „fresh“ sind, mitkommen (können).
Am Samstagmorgen um 08.00 Uhr haben wir uns auf dem Parkplatz vor der UCSA getroffen und uns in die vorher angegebenen Schwierigkeitsgruppen aufgeteilt. Dort musste dann jeder von uns noch Gemeinschaftsessen und Kochutensilien für Samstagabend in seinen Rucksack aufnehmen. Insgesamt waren bestimmt ca. 100 „Tramps“ da. Meine Medium-Gruppe bestand aus ca. 20 Leuten. Entgegen meiner Erwartung, blieben die Gruppen während des Tramps aber nicht beieinander; das war aber nicht unbedingt schlecht.
Dass die TÜV-Äquivalente in englischsprachigen Ländern bzw. Ländern, die nicht Deutschland heißen , generell etwas lockerer sind, habe ich ja schon in Canada mitbekommen. Aber dass die Neuseeländer noch krasser drauf sind, habe ich bemerkt, als unsere – ich nenne es mal – „Transportmittel“ angekommen sind. Das waren zwei Busse aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, die zu einem Unternehmen namens „Twistin‘ it Party Buses“ gehören. Der eine war stilvoll in rosa gehalten und der andere lila angemalt. Dazu waren sie mit der Aufschrift „Twistin‘ the night away“ und ein paar Noten beklebt. Im Inneren stellte sich dann heraus, dass der Firmenname Programm ist. Dort wo man die Gepäckablage vermutet hätte, war wegen der Lautsprecher kein Platz für Gepäck. Dazu prangten jeweils vorne und hinten zwei Scheinwerfer, die wohl abends / nachts dazu helfen sollten die „Nacht weg zu twisten“. Wir kamen aber nicht in den Genuss, weil es taghell war, als wir „transportiert“ wurden. Das Interieur des Busses bestand aus mit Leder (sah jedenfalls so aus) bespannten Schaumstoff-Doppelsitzbänken, die mit verrosteten Rahmengestellen am Boden „befestigt“ waren. Woher will der Friiitz denn bitte wissen, dass unter dem Leder Schaumstoff war? Well, you could see it! Viele der Sitzflächen und Lehnen waren eher inside-out als lederbespannt. Die metallenen Innenrahmen der Fenster waren auch nicht mehr an deren gewohnten Platz, sondern schwangen mit jedem Schlagloch munter mit. Die Härte für alle Fans von Normen und Sicherheitsstandards war aber das Reich des Fahrers. Dort strotze es vor Schmutz und unter dem „Armaturenbrett“ hingen diverse Kabel sichtbar herunter. Dass an dem Bus überhaupt irgendetwas elektronisch geregelt wurde, hat mich sowieso erstaunt. Vielleicht waren das die Kabel für die Scheinwerfer und Blinker.
Während der Fahrt habe ich dann bemerkt, dass das einzige, was an diesem Bus einwandfrei funktioniert, die Musikanlage ist. Die Musik hat man aber leider nicht hören können, weil die Fahrgeräusche des Busses so laut waren
Übrigens: Auf die Homepage der Firma kommt man über die Adresse www.thebunnybus.co.nz. Frage in die Runde: Warum wundert es mich nicht, dass die Seite beim Versuch sie aufzurufen einen Fehler anzeigt?
Unsere Rucksäcke haben wir übrigens alle in einen PKW-Anhänger gestopft, weil die Busfahrer aufgrund von früheren Ereignissen (die Klappe ging auf und die Rucksäcke fielen während der Fahrt heraus) nur acht Rucksäcke pro Bus mitnehmen wollten.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt ist unser Konvoi an der Abzweigung zum Minor Track angekommen. Dort wurden dann alle Leute, die die Easy-Route gewählt hatten, in unseren Bus verfrachtet. Wir sind dann den schmalen, max. einspurigen Kiesweg in Begleitung eines weiteren PKWs zum Wanderparkplatz gefahren. Ich habe wirklich gedacht, der Bus macht’s nimmer lange…
Dass ich mit der Beschreibung der Busse nicht übertreibe hat man dann an ebendiesem Parkplatz sehr schön sehen können. Vor uns war nämlich ein kleinerer Bus mit Anhänger (beide wunderbar intakt) geparkt. Dessen Mitfahrer standen bei unserer Ankunft ungläubig und mit offenen Mündern da und waren sprachlos.
Danach sind wir zu unserem Startpunkt – den Sharplin Falls – gefahren. Die Busfahrer hatten aber keine Lust mehr ganz bis zum Parkplatz zu fahren; deshalb mussten wir den restlichen Weg bis zum eigentlichen Start laufen. Dort haben wir uns noch kurz gestärkt und sind um 12.00 Uhr aufgebrochen.
Wie man auf der Wanderkarte sehen kann, habe ich den Weg, den ich gelaufen bin, eingezeichnet. Der rote Teil steht für den ersten Tag (Samstag), der grüne für den Rückweg am Sonntag.
Meine Gruppe hat sich aber schon zu Beginn aufgeteilt und mit anderen vermischt. Gleich zu Beginn ging es nämlich mit einem sehr – wirklich sehr – steilen Pfad los, auf den Gipfel des bewaldeten Duke Knob (739m) führte. Je nach Fitness gab es ganz schnelle, mittelschnelle (zu denen ich gehörte) und langsame „Tramps“. Als alle angekommen sind, haben wir ausgemacht, dass wir uns bei der Pinnacles Hut sammeln, um dann die zweite Hälfte der Wanderung zu machen. Nach einer Foto- und Trinkpause auf dem sehr schmalen Gipfel, ging es dann wieder auf der anderen Seite des Berges abwärts bis zum Bowyers Stream (ca. 660m üNN). Diesem Gebirgsbach sind wir dann einige Zeit stromaufwärts gefolgt. Hier ging es die ganze Zeit bergauf und wieder bergab, weil der Pfad sich durch dichte Vegetation geschlängelt hat. Schließlich bog dann der Trail nach der Überquerung des Bowyer Streams nach link (bzw. nach Südwesten) ab und wand sich hoch zur Pinnacles Hut, die sich auf ca. 960 Höhenmetern befindet. Gerade gegen Ende dieses Abschnittes hat sich bei mir dann doch deutlich gezeigt, dass ich so eine Art von Wandern (mit vollbepacktem Rucksack) einfach nicht gewohnt bin. Dennoch habe ich die Pinnacles Hut sicher, wenn auch mit vielen kleinen Pausen, gegen 15.00 Uhr erreicht. Verglichen mit der Beschilderung war ich aber immerhin noch 30 Minuten schneller, als angegeben. Das hat mich dann schon ziemlich gewundert.
Die Pinnacles Hut heißt deshalb so, weil sich oberhalb der Hütte mehrere Gesteinsformationen, die Pinnacles genannt werden, befinden. Das sind, wie man auf den Bildern auch erkennen kann, sich nach oben verjüngende Gesteinssäulen. Die sind übrigens auch auf der Wanderkarte eingezeichnet.
Nach einer halbstündigen Pause und Stärkung mit Wurst, Käse, Brot, Nüssen und Gebirgswasser habe ich mich dann zum nächsten 2,5 Stunden langen Abschnitt aufgemacht. Leider war die Sicht am Samstag nicht so schön; aber die tiefen Wolken und das gedämpfte Licht verwandelte die Bergwelt in eine besondere Stimmung. Besonders im zweiten Abschnitt, der über die nördlichen Ausläufer von Mt Somers (1688m) verlief, hatte man öfter das Gefühl, in Szenen aus den „Herr der Ringe“-Filmen versetzt zu sein.
Der Pfad schlängelte sich bis auf knapp 1200m nach oben. In weiser Voraussicht habe ich bei der Pinnacles Hut meine Kniebandage an das linke Knie angelegt. Gerade der Abstieg zum Nachtlager, der Woolshed Creek Hut (800m üNN) am Woolshed Stream, hatte es belastungsmäßig in sich. Ohne die Bandagen wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen.
Nach ziemlich genau 2,5 Stunden bin ich dann um 18.00 Uhr bei der Hütte angekommen. Der Zeltplatz befand sich auf der Wiese gegenüber der Hütte. Der Woolshed Stream trennte die beiden Örtlichkeiten voneinander. Auf der Wiese hatten diejenigen, die schon vor mir angekommen sind, schon ihre Zelte aufgebaut. Ich habe mein Zelt mit Adrian (Vancouver, Canada) hälftig geteilt, dass jeder nur einen Teil des Gewichts tragen muss. Adrian hat die Medium-Hard-Route über den Gipfel von Mt Somers gemacht und kam ca. 30 Minuten später an. In der Zwischenzeit habe ich mich an der Hütte ausgeruht und den Crewmitgliedern des CUTC bei den Vorbereitungen zur Zubereitung des 3-Gänge-Menüs zugesehen.
Das Zelt war schnell aufgebaut und wir haben unsere Schlafsäcke und Isomatten ausgepackt. Der Rucksack musste draußen bleiben, weil das Zelt mit zwei Erwachsenen schon sehr voll war. Anders gesagt, es war kuschelig Als ich meine selbstaufblasende Isomatte ausgepackt habe, war ich ziemlich erstaunt, dass das, was da vor mir lag, alles sein sollte. Die Isomatte ist nämlich nur 120cm lang. Ich habe dann bei Alexis (USA), die zufällig zur gleichen Zeit im selben Laden war und sich auch eine gekauft hatte, nachgefragt, ob ihre auch so kurz sei. Wir gehen im Laufe der Woche in das Geschäft und geben sie zurück bzw. tauschen sie um. Das Komische an der Sache ist, dass uns der Verkäufer die Isomatte vorher noch gezeigt hat; und diese war mindestens 170 lang. Mal sehen, was dabei herauskommt.
Die CUTC-Crew hat in der Zwischenzeit begonnen den ersten Gang zu kochen: Couscous mit Knoblauch und Kräutern. Leider war der Topf schon ziemlich leer, als ich an der Reihe war. Bei der zweiten Ladung gab es dann aber mehr. Während wir auf den zweiten Gang gewartet haben, ging langsam die Sonne unter und die letzten Wanderer kamen im Camp an. Weil zwei Packungen Couscous noch auf dem schwierigen Weg unterwegs waren, haben sie mit Reis weitergemacht. Das war keine gute Idee. Die zwei Campingkocher brachten einfach die Leistung, die notwendig gewesen wäre, um die riesigen Töpfe in angemessener Zeit zu erhitzen. Der Nachtisch ging allerdings etwas schneller. Deshalb habe ich – und ein paar andere – diesen in der Zwischenzeit verputzt. Das waren gekochte Äpfel mit einem Zucker-Rosinen-Gemisch und einer weißen Creme. Mit der Sonne ging auch die Wärme des Tages. Nachdem ich mich dementsprechend gekleidet und noch weiter auf den dritten Gang gewartet habe, gab es schließlich doch noch etwas warmen Reis mit Tomatensoße, Knoblauch und diversen anderen Sachen, die ich in der Dunkelheit aber nicht mehr gesehen habe.
Nach dem Abwasch im Woolshed Creek, saßen wir noch einige Zeit draußen und haben Karten gespielt. Gegen 23.00 Uhr sind wir dann alle schlafen gegangen.
Am nächsten Morgen bin ich gegen halb neun aufgestanden und habe mir mein Frühstück gemacht. Eigentlich stand in den Infos zum Trip, dass für uns heißes Wasser zur Verfügung steht. Die schien aber nicht der Fall gewesen zu sein. Für mich gab es dann Müsli mit kalter Milch (kaltes Wasser + Milchpulver). Das war deshalb nicht so tragisch, weil der Tag schon mit strahlender Sonne begann.
Nach dem Abwasch und der Morgenhygiene war wieder Rucksackpacken angesagt. Das Zelt haben Adrian und ich zum gegenüberliegenden Hang zum Trocken (vom Kondenswasser) gebracht.
Für den Rückweg gab es wieder mehrere Varianten, aus denen wir auswählen konnten:
easy-easy
easy-medium
medium
Leider hat sich mein Knie wegen der kurzen Isomatte über Nacht nicht ganz so gut erholen können. Deswegen habe ich mich gedanklich schon für den easy-easy-Weg entschieden. Dann habe ich aber noch einmal nachgefragt, wie denn der easy-medium Weg verläuft und mich dann (zum Glück) doch für diesen entschieden. Der easy-easy-Weg wäre einfach viel zu langweilig gewesen.
Auch der Rückweg hatte einen Aufstieg gleich zu Beginn. Der war aber längst nicht so schwer, wie der am Samstag. Dazu schien auch noch die Sonne schön warm auf einen herunter Und solange ich bergauf gehen konnte, hatte ich auch keine Probleme. Das ging natürlich nicht die ganze Zeit so weiter, weil der Parkplatz, von dem es wieder heim ging, im Tal lag. Aber so konnte ich mich schon gut „warmwandern“. Von dort oben (ca. 900m) hatte man auch eine wunderschöne Aussicht. Ungefähr nach der Hälfte der Wegstrecke mündete der Mt Somers Track in den Miners Track. In den späten 1850er Jahren wurde im westlichen Mt Somers-Gebiet Kohle entdeckt. Daraufhin wurde um das Jahr 1860 der sogenannte Miners Track ausgebaut, um die Kohle vom Berg ins Tal transportieren zu können. Heute sind die Minen stillgelegt; der Pfad dient aber noch immer als Wanderweg. Ab der Mine führt der Weg relativ steil (ca. 300 Höhenmeter abwärts) in Richtung Tal, durch das der Woolshed Creek fließt.
Dort mussten wir den Bachlauf überqueren, um auf die Seite zu gelangen, auf der sich er Parkplatz befand. Zum Glück hat es schon seit längerem nicht mehr geregnet, sodass wir alle trocken geblieben sind.
Das letzte Stück führte wieder durch Birkenwald (Beech Trees). Das besondere an diesen Birken war aber, dass die Stämme rabenschwarz sind. Das kommt aber nicht von einem Waldbrand, sondern von schwarzen Pilzen, die die Stämme von unten bis oben bewuchern. Ganz am Ende musste man den Woolshed Creek noch einmal – ganz komfortabel über eine Holzbrücke – überqueren.
Am Parkplatz angekommen, hat die Crew schon mit dem Barbecue begonnen. Den Gasgrill haben sie natürlich im Auto gelassen. Es gab wieder die bereits bekannten neuseeländischen „Würstchen“ im butterbestrichenen Schlabberbrot, garniert mit Zwiebeln und Ketchup.
Bis die Busse um halb 4 kamen, hatten wir noch gute drei Stunden Zeit. Die haben wir damit verbracht, uns in der Sonne zu grillen, uns auszuruhen und die Füße im eisigkalten Woolshed Creek abzukühlen.
Die Heimfahrt war ähnlich wie die Hinfahrt – was hätte sich an den Bussen auch ändern sollen Der (letzte) Brüller kam aber noch an der letzten Kreuzung in Chch vor der Uni. Der Busfahrer hatte wohl die Kurve beim Abbiegen etwas zu eng genommen. Das resultierte dann darin, dass der Bus ein an einer Ampel angebrachtes Schild vollkommen demoliert hat. Entweder hat der Fahrer das aber nicht mitbekommen oder er hat sich einfach nicht darum gekümmert. Am Bus selbst kann ja auch nichts mehr kaputt gehen!
Wieder am UCSA-Parkplatz angekommen, hat sich jeder seinen Rucksack geschnappt und ist nach Hause gegangen.
Insgesamt war mein erster Tramp in Neuseeland sehr schön, aber auch ziemlich anstrengend. Die Investitionen in meine Ausrüstung haben sich auf jeden Fall bezahlt gemacht.
Mal sehen, wo mich die nächsten Wanderungen hinführen. Ihr könnt euch jetzt aber erst einmal die Bilder anschauen.