friiitz@new zealand | STUDY ABROAD IN CHRISTCHURCH / NEW ZEALAND
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Freakin‘ Cold Pools – oder wie wir zur Casey Hut kamen

Am Osterwochenende stand ein besonderer Trip auf dem Programm. 16 gut gelaunte Tramper haben sich am Morgen des Ostersonntag auf dem Weg in den Arthur’s Pass National Park gemacht, um zu den Hot Pools am Otehake River zu wandern.

Nach dem ersten Drittel der Strecke hat es aber bereits angefangen zu regnen und bis wir in Arthur’s Pass Village angekommen sind auch nicht wieder aufgehört – im Gegenteil. Deswegen sind wir ins DoC Information Centre (DoC steht für Department of Conservation = „Naturschutzbehörde“) gegangen, um nach den weiteren Wetteraussichten zu fragen. Gerade als wir zu Türe hereingekommen sind und uns informieren wollten, hat ein DoCler per Funk an die Station gemeldet, dass der Waimak (größter Fluss in der Region) so viel Wasser führt, dass er nicht mehr zu Fuß durchquert werden kann und dass eine Flutwelle den Bealey River herunterkommt.

Zwar mussten wir keinen der beiden queren, aber unsere Wegstrecke westlich von Arthur’s Pass (wo der Regen üblicherweise hängenbleibt) sah mehrere schon bei Niedrigwasser hüfttiefe river crossings im Otira River vor. Um schließlich am Ende des Track zu den Hot Pools zu gelangen, musste man auch noch den Otehakte River durchqueren. Die Dame im DoC-Centre bestätigte dann auch noch unsere Vermutungen, dass die Hot Pools bei solchen Wasserständen sowieso nicht mehr existieren würden, weil sie vom kalten Wasser, das mit dem Fluss den Berg hinunterkommt, überspült werden.

Wir mussten uns dann wohl oder übel von den Hot Pools verabschieden und nach einem Ausweich-Tramp suchen. Der einzige Track in der Arthur’s Pass Region, der kein Durchqueren eines Flusses beinhaltet, ist der Rund-Trip von Andrew’s Shelter zur Casey Hut und wieder zurück.

Wir konnten aber nicht gleich wieder umdrehen und zu Andrew’s Shelter fahren, weil drei Autos unserer Kolonne nicht in Arthur’s Pass angehalten haben, sondern bis zum Anfangspunkt des Otehake-Tracks gefahren sind. Auf dem Weg dorthin sind wir dem immer höher anschwellenden Otira River stromabwärts gefolgt. Die Wassermengen haben unsere Entscheidung einen anderen Track zu machen mehr als deutlich bestätigt. Ein Gutes hatte der Casey Hut-Trip aber: es gibt zwar keine Hot Pools aber eine Hütte zum Übernachten, was den Vorteil hatte, dass wir keine Zelte mehr tragen mussten.

Nachdem wir die anderen informiert hatten, sind alle vier Autos wieder zurück nach Arthur’s Pass gefahren und alle, die in der Hütte übernachten wollten, haben sich Hut Passes gekauft. Eine Übernachtung in der Casey Hut kostet drei Hüttentickets (= NZD 15).

Gegen 12:30 Uhr waren wir dann alle am Wanderparkplatz vor Andrew’s Shelter versammelt und waren bereit zum Aufbruch. Drei von uns hatten es sich auf der Fahrt zum Parkplatz aber anders überlegt und sind am Ende nicht mit Wandern gekommen, sondern haben sich wieder ins Auto gesetzt und sind an die Westküste zum Fish ‘n Chips essen usw. gefahren. Das haben sie jedenfalls gesagt.

Als wir losgelaufen sind, hat es endlich aufgehört zu regnen. Die Wolken waren aber noch immer da und hingen tief, sodass von den Bergen ringsherum fast nichts zu sehen war. Weil für den Hinweg 7-8 Stunden wandern vorgesehen waren und wir sehr spät losgelaufen sind, mussten wir uns ziemlich schicken noch bei Tageslicht an die Hütte zu kommen.  Deswegen habe ich vom Hinweg auch keine Bilder. Außer triste graue Landschaft hätte man aber eh nix sehen können ;-)

grün = Hinweg, rot = Rückweg

grün = Hinweg, rot = Rückweg

Der Track führte zuerst einen kleinen Hang ziemlich steil nach oben. Vor dort aus ging es aber kontinuierlich bergab bis zum Flussbett des Andrew’s Stream. Diesem sind wir dann eigentlich bis zur Casey Hut stromabwärts gefolgt. Das Überqueren war kein Problem, denn der Andrew’s Stream hatte die Größe eines Rinnsals. Im Nachhinein wundert es mich, dass der Bach überhaupt einen Namen hatte. Die meisten kleinen Bäche sind nämlich namenlos – in der Wanderkarte zumindest.

Unterwegs haben wir zwei Jäger getroffen, von denen einer einen erlegten Hirsch im Rucksack auf dem Rücken trug! Eine kleinere Wandergruppe anderer Jugendlicher, die uns auch entgegenkam, erzählte, dass sie auf dem gleichen Weg zurückgingen, auf dem sie am Vortag zur Hütte gewandert sind, weil es auf dem anderen Stück so gewindet hat, dass es sehr unangenehm zu laufen war.

Um Punkt 18.00 Uhr haben wir in einsetzender Dämmerung die Casey Hut erreicht und uns gleich an die Zubereitung des Abendessens gemacht. Eigentlich hatte ich vor der Wanderung mit Sun (Japaner) ausgemacht, dass wir zusammen kochen. Ich hatte Fertignudeln und er Backcountry-Meals dabei. Backcountry-Meals sind komplett dehydrierte Gerichte, denen man nur noch heißes Wasser hinzufügen muss.

Allerdings hatten Mariana und Mauricio 500g Spaghetti dabei und Mauricio hat mich gefragt, ob ich bei ihnen mitessen wollte. Da habe ich natürlich nicht abgelehnt und mich bekochen lassen. Sun habe ich dann aber trotzdem auf meinem Gaskocher Wasser für sein Backcountry-Meal heiß gemacht. Inzwischen war es schon stockdunkel, sodass alle mit ihren Stirnlampen Essen zubereitet haben. Da merkt man dann schon, welche große Vereinfachung es ist, wenn man einfach nur einen Schalter umlegen kann und der gesamte Raum wird hell. Weil es Elektrizität in den Hütten aber nicht gibt, kann man sich nur mit Kerzen oder batteriebetriebenen Lampen helfen. Zum Abendessen gab es dann Spaghetti mit Käse-Knoblauchsoße. Am Schluss war es so viel, dass uns dreien noch andere helfen mussten, um alle Nudeln aufzuessen. Eine andere Kochgruppe (Chris, Olli & Masa) haben – eigentlich für die Hot Pools – Dosenbier mitgebracht, das sie beim Abendessen getrunken haben.

Neben unserer Gruppe, von denen neun in der Hütte und vier in drei verschiedenen Zelten übernachtet haben, war noch eine Gruppe älterer Herren (jenseits der 60 – geschätzt) als Gäste in der Casey Hut. Die 16 Bunks fassende Hütte war damit auf bis auf den letzten Schlafplatz gerammelt voll. Ich habe noch den letzten Schlafplatz in der Küche bekommen. Im Gegensatz zu den beiden kleinen Zimmern mit jeweils sieben Bunks bedeutete ein Küchenschlafplatz viel Kopffreiheit und viel Platz für die Füße!

Nach dem Essen haben wir noch Karten gespielt. Das erste Spiel hieß „Kings & Assholes“ oder auch „Scum“ und kann von den Regeln her mit dem Spiel „Der große Dalmuti“ verglichen werden. Das zweite Spiel hieß „Bullshit!“. Beide Spiele kann man mit einem Deck ganz normaler Skatkarten spielen. Gegen 22.00 Uhr sind wir dann alle schlafen gegangen.

Der Nachteil eines Küchenschlafplatzes ist, dass man von den ersten Frühaufstehern geweckt wird. Da man als Tramper aber sowieso früher aufsteht als gewöhnlich, ist das nicht weiter schlimm. Außerdem ist es in der Hütte um einen herum saukalt. Deswegen möchte man möglichst schnell in warme Klamotten kommen und sich bewegen.

Mein Frühstück bestand aus warmer Milch mit Müsli und heißem Kaba. Diese Kombination hat sich schon auf dem Cass Lagoon Trip bewährt und wird mein Standard auf den kommenden Overnight-Trips. Diesmal wollte aber keiner etwas vom guten deutschen Kaba abhaben – selber schuld.

Um viertel nach 10 sind wir von der Casey Hut aufgebrochen. Zuerst ging es wieder einen kleinen steilen Hügel nach oben und dann langsam wieder nach unten zum Ufer des Poulter River. Wie schon am Vortag beim Andrew’s Stream sind wir dem Poulter River stromabwärts gefolgt. Das Wetter war allerdings um einiges besser: die Sonne hat geschienen und man konnte die Berge um uns herum sehr gut sehen. Deswegen hatte ich meine Kamera auch nicht wasserdicht im Rucksack verstaut und viele Bilder gemacht. An zwei Stellen hat man die Folgen des Regens sehr gut sehen können. Leider haben wir sie dort auch spüren müssen. Zwei normalerweise kleine Bäche waren auf mehrere Meter Breite angeschwollen. Da half alles nichts (nicht einmal das Darüberspringen) – am Schluss wurde jeder im kniehohen Wasser nass.

Nach gut 12km zurückgelegter Strecke auf flachem Land führte der Track den Binser Saddle bis auf 1.085 Meter hinauf. Das erste Stück führte sehr steil nach oben (Mt Aicken-like). Das machte aber nur ca. 100 Meter (nicht Höhenmeter) aus. Die restlichen 2km bis zum Sattel zogen sich extrem lange auf einem kontinuierlich ansteigenden Pfad durch Beech Forest hin. Das ging ganz schön in die Beine. Nach der höchsten Stelle ging es dafür aber für fast genauso lange mit der gleichen Steigung nach unten bevor der Track Mt Aicken-mäßig  – kurz aber heftig – hinunter bis ins Waimak Velley führte.

Von dort aus führte ein 4WD-Weg aus grobem Schotter (eher unangenehmer Untergrund) die restlichen 3km bis zu unserem Ausgangspunkt am Andrew’s Shelter. Das letzte Stück gehörte wohl zu den weitläufigen Weiden eines Farmers. Mit uns teilten sich nämlich Kühe mit Kälbern und Schafe den Weg und die umliegenden Wiesen. Nach 7,5 Stunden inklusive mehreren Essenspausen und gut 19km haben wir wieder die Autos erreicht.

Gegen 18.00 Uhr sind wir dann wieder in Richtung Christchurch gefahren, wo wir gut 1,5 Stunden später gut angekommen sind.

Vielleicht holen wir den Otehake-Trip zu den Hot Pools in den kommenden Wochen noch nach! We’ll see…

Nach gut 1.400 Wörtern gibt’s jetzt die Bilder!


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Demokratisches Stipendium von Absolventa

Die 2. Runde des demokratischen Stipendiums von ABSOLVENTA hat begonnen. Das demokratische Stipendium wird – wie der Name schon sagt – ohne Berücksichtigung der Schul-/Klausurnoten demokratisch durch Abstimmung vergeben. Die Bewerber mit den meisten Stimmen erhalten ihr Stipendium.

Wie kann man dabei sein? Das ist eigentlich ganz einfach, wenn man ein bisschen Motivation zeigt.

  1. Beim demokratischen Stipendium von ABSOLVENTA registrieren.
  2. Zweiteilige Bewerbung einreichen: Lebenslauf und Motivationsschreiben, dass man in Form von Bildern, Filmen, Liedern, Präsentationen oder Texten einreichen kann. Im Motivationsschreiben sollte man erklären, wozu man die gewünschte Stipendiumshöhe benötigt. Zur Anregung gibt’s hier die Gewinner vom Stipendium 2009. Weitere Tipps zu Bewerbung gibt es auch hier.
  3. Demokratische Abstimmung über deine und die vielen anderen Bewerbungen auf der Seite von ABSOLVENTA. Dazu sollte man den Link zu seiner Bewerbung an möglichst viele Leute schicken, die dann für einen abstimmen.

Es gibt natürlich auch ein paar Voraussetzungen für das Stipendium, die ihr hier einsehen könnt.

Die größte Veränderung zum letztjährigen Stipendium ist, dass die maximale Fördersumme eines einzelnen Bewerbers 5.000 Euro nicht übersteigen darf. Das ist – denke ich – eine sehr faire Regelung. Die maximale Fördersumme liegt derzeit bei 12.750 Euro. Das kann aber auch noch mehr werden, wenn neue Sponsoren gefunden werden. Der Gewinner mit den meisten Stimmen erhält zuerst seinen Stipediumsbetrag. Dann werden nach und nach die Beträge der Zweit-, Dritt-, … Platzierten abgezogen, bis die Gesamtsumme aufgebraucht ist.

Jetzt also ran an die Tasten und hier für’s demokratische Stipedium vom ABSOLVENTA bewerben!*

*Finanziell habe ich nix davon, wenn man sich über den Link von meinen Blog bewirbt ;-)

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Lyttelton

Am Karsamstag habe ich das sonnig-warme Wetter (mindestens 25°C) genutzt und bin mittags nach Lyttelton gefahren. Lyttelton ist der Hafen Christchurchs. Der Stadtteil liegt geografisch gesehen abseits der Stadt, weil zwischen dem eigentlichen Chch und Lyttelton die Port Hills der Banks Peninsula liegen. Um schnell nach Lyttelton und wieder zurück zu kommen, hat man deshalb einen gut zwei Kilometer langen Tunnel gebaut. Der Grund dafür, dass Chchs Hafen abseits liegt ist einfach zu erklären. Die Küste am New Brighton Beach und an der gesamten Ostküste ist für die kommerzielle Schifffahrt viel zu flach. Der Naturhafen Lyttelton Harbour ist von sich aus tief genug, um große Schiffe aufzunehmen. Zudem liegt er auch etwas geschützt von der Meeresbrandung. Allerdings mussten bei der Tsunamiwarnung Ende Februar die großen Schiffe aus dem Hafen sicherheitshalber aufs offene Meer gebracht werden.

Lyttelton selbst liegt direkt am Lyttelton Harbour, der sich wie ein Fjord in die Banks Peninsula schneidet. Der Hafen von Lyttelton – Lyttelton Port – ist durch Hafenmauern etwas vom Lyttelton Harbour abgetrennt. Der Hafen ist hauptsächlich Anlaufstelle für Kohle- und Holzfrachter. Wie man auf den Bildern sehen kann, stehen aber auch ein paar Container im Hafengebiet herum. Weil jedes dritte Auto in Lyttelton ein Tanklastzug von BP ist, werden im Hafen wohl auch Tanker gelöscht. Als ich dort war, wurde gerade ein mit Schüttgut – wahrscheinlich Kohle – beladener Frachter ent- und neuseeländisches Holz von einem LKW ins Hafenzwischenlager verladen.

Das Gute an Christchurchs Bussystem ist, dass es keine Tarifzonen gibt. Man kann also von Redwood nach Lyttelton zum gleichen Preis fahren, wie von Ilam zur Riccarton Mall (ich weiß, das sagt jetzt wahrscheinlich keinem etwas ;-) ) Mit der kostenlosen Metrocard hat man zudem den Vorteil von unbeschränkten kostenlosen Transfers – egal welche Richtung – innerhalb von zwei Stunden nach der ersten Entwertung. Kurz was in der Stadt zu erledigen ist mit NZD 2.10 Fahrtkosten also ziemlich günstig!

Weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist und ich ein Mensch bin, bin ich erst einmal in den Bus gestiegen, der in die für Lyttelton falsche Richtung gefahren ist. Vom nächsten größeren Buslinien-Kreuzungspunkt (Hornby Hub – im Westen von Christchurch) bin ich dann über die Bus Exchange in Downtown schließlich mit einer Stunde Verspätung in Lyttelton angekommen. Das hat dann meinen ursprünglichen Plan über die Port Hills und Taylors Mistake nach Sumner Beach zu wandern durcheinandergebracht.

Alles halb so wild, denn, obwohl Lyttelton sehr klein ist, gibt es eine Menge zu sehen. Das Zentrum besteht aus einer Straße mit zwei Fish ’n Chips-Läden, einer Bank und mehreren kleinen Cafés. Wie auch die Hauptstraße verlaufen deren Parallelstraßen von Ost nach West und sind eben. Die Nord-Süd-Straßen steigen ziemlich steil vom Hafen bis zu den obersten Wohnhäusern auf gut halber Höhe der Port Hills an.

Ich bin zuerst hinunter zum Hafen gelaufen, in dem leider kein Kreuzfahrtschiff vertäut war. Dafür lagen aber ein Frachter, ein großes Fischfangboot und ein Schiff der neuseeländischen Marine im Hafen. Im Holzlager wurde ein gerade eingetroffener Holztransporter entladen.

Nach dem Hafen bin ich dann über die Hauptstraße geschlendert und habe mit dem Gedanken gespielt mir Fish ’n Chips zu gönnen. Weil ich aber eigentlich noch wandern wollte und das mit einem so vollen Magen (die Portionen sind riesig!) nicht möglich ist, habe ich mich dagegen entschieden und bin stattdessen den Wegweisern in Richtung Timeball Station gefolgt. Die Timeball Station sieht man schon vom Hafen und dem Zentrum aus. Sie liegt auf einer exponierten Erhebung oberhalb von Lyttelton und bot sich deshalb in Zeiten ohne Satellitenkommunikation und anderen technischen Helferlein als Signalpunkt für die Schifffahrt an. Heute steht dort noch immer ein Flaggenmast, der mit Schifffahrtszeichen bestückt ist. In der Timeball Station ist ein kleines Museum, das ich mir auch angesehen hätte. Leider war aber niemand da, obwohl alles offen stand.

Nach einer kurzen Orientierungs- und Sonnencremepause bin ich wieder aufgebrochen, um über die Port Hills zurück nach Christchurch zu wandern. Die nachfolgende Karte zeigt meinen Weg von Lyttelton Zentrum über Mt Cavendish zur Talstation der Christchurch Gondola, einer Seilbahn auf den 445m hohen Mt Cavendish.

grün = Aufstieg, rot = Abstieg, blau = Gondola

grün = Aufstieg, rot = Abstieg, blau = Gondola

Am Beginn des „Major Hornbrook“-Tracks hinauf zur Summit Road stand auf der schon bekannten Wanderbeschilderung, dass die Strecke ca. 1km lang ist und man eine gute Stunde dafür benötigt. Nach 30 Minuten normalem Tramping-Tempo habe ich von der Summit Road hinunter auf Lyttelton schauen können. Auf der anderen Seite erstreckte sich das gesamte Christchurch nach Norden. Im Hintergrund konnte man die Canterbury Plains und die Southern Alps erkennen. Nach Osten erstreckte sich der kilometerlange New Brighton Beach und die Pegasus Bay (Südpazifik). Das Panorama von dort war einfach überwältigend schön.

Noch besser wurde es aber, als ich die letzten 50 Meter hinauf auf den Gipfel des Mt Cavendish erklommen hatte. Dort steht die Bergstation der Touristenseilbahn Christchurchs – der Christchurch Gondola. Der Blick reichte von dort aus in Richtung Chch bis zu den Southern Alps und erstreckte sich nach Süden über Lyttelton und Lyttelton Harbour bis zu den gegenüberliegenden Bergen der Banks Peninsula und Lake Ellesmere (zu dem ich auch gerne mal hin möchte).

In der Bergstation gab es eine Panoramaterrasse mit Schautafeln, die markante Punkte des Panoramas erklärten. Ein paar meiner Bilder hab ich auf diese Tafeln bezogen.

Für den Rückweg habe ich kurz überlegt die Seilbahn zu nehmen. Dieser Weg kam mir aber dann zu einfach vor und ich habe meine Karte herausgeholt und nach einem Pfad ins Tal gesucht. Dieser führte zuerst hinunter zur Summit Road und überquerte diese am Pioneer  Women’s Memorial. Von dort an hieß der Pfad „Bridle Path“. Diesen gibt es seit 1850, als sich die ersten Europäer in Chch niederließen. Sie haben den Bridle Path als Hauptroute zum Hafen nach Lyttelton ausgebaut. Wenn ich mir vorstelle, wie steil der Pfad hinunter nach Chch war, dann kann man sich gut vorstellen, wie anstrengend es damals gewesen sein muss, Waren, die im Hafen ankamen über die Port Hills nach Chch zu schaffen.

An der Talstation der Gondola musste ich zum Glück zur fünf Minuten auf den nächsten Bus warten, der mich über die Bus Exchange wieder zurück nach Ilam gebracht hat.

Zum Abschluss des Tages habe ich mir dann beim Fish ‘n Chips-Laden um die Ecke (ein Chinese) noch eine Portion Fish ‘n Chips gekauft und zu Hause gegessen.

Dann musste ich noch den Rucksack für den Hot Pools-Tramp packen. Wie es mir dabei ergangen ist, folgt im nächsten Bericht…

Jetzt gibt’s aber – wie immer – zuerst die Bilder.


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Globalisierung II

Vergangenen Donnerstag hat sich bei meiner Einkaufstour für Fertiggerichte für den Tramping-Trip am Wochenende die bereits erwähnte Sinnfreiheit durch Globalisierung erneut bestätigt.

Zuerst sah es jedoch so aus, als ob sich meine damals geäußerten Bedenken als unbegründet erwiesen hatten. Als ich dann aber zu Hause beide Bilder verglichen habe, musste ich feststellen, dass die Kilopreise eher meine Äußerungen bestätigten, als sie zu revidieren.

Doch seht selbst…
Kiwi NeuseelandKiwi-Globalisierung

Mal sehen, woher die Kiwis beim nächsten Einkauf kommen und wieviel man dafür hinblättern muss. Interessant wäre es auch zu wissen, wie teuer Kiwis gerade in Deutschland sind und woher diese kommen. Ihr könnt ja mal beim nächsten Einkauf darauf achten und dann die Kommentarfunktion zu diesem Eintrag nutzen.


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Sumner Beach

Am Karfreitag (02.04.) habe ich einen Ausflug zum zweiten Strand Christchurchs – dem Sumner Beach – gemacht. Zu Beginn des Semesters war ich ja schon am New Brighton Beach, der im Norden nach der Avon-Heathcote-Mündung in den Südpazifik an den Sumner Beach anschließt.

Als ich mit dem Bus immer näher ans Ziel kam, wurden der Himmel und die Wolken immer dunkler. Eigentlich wollte ich noch zu Taylor’s Mistake laufen. Das ist eine Bucht südlicher, die ihren Namen 1858 erlangt hat, als ein Captain Taylor sein Schiff in der Bucht auf Grund setzte – er wollte eigentlich in den Naturhafen von Lyttelton, der eine Einfahrt südlicher gewesen wäre.  „Muha“, haben die anderen da wohl gelacht…  ;-)

Ich bin jedenfalls an der richtigen Bushaltestelle ausgestiegen und gleich zum Strand gelaufen. Von dort aus konnte man auch gleich die Attraktion von Sumner Beach sehen: den Cave Rock. Das ist ein großer Felsen auf dem Strand in den man durch eine ziemlich große Höhle hineingehen kann. Die Fotos sind wetterbedingt etwas grau und dunkel geworden. Das Wetter hatte aber auch den Vorteil, dass der Strand fast leer war. Bei Sonnenschein wimmelt es dort nämlich von Leuten.

Das folgende Video habe ich auf dem Cave Rock stehend aufgenommen.

Nach Cave Rock bin ich dann mit Flipflops halb im Meer den Strand entlang gegangen. Das Wasser war wirklich saukalt. Dafür waren die Wellen weiter draußen ganz ordentlich, sodass auch ein paar Surfer unterwegs waren.

Am südlichen Ende des Strands bin ich dann über die Strandpromenade zurückgelaufen, um meine Füße zu trocknen. Dabei sind die Blumenbilder entstanden.

Am Cave Rock bin ich wieder auf sandigen Untergrund gewechselt und bin dem sich weiter zurückziehenden Meer bis zur Mündung von Heathcote River und Avon gefolgt. Die ca. 100 Meter breite Mündung trennt die beiden Strände Sumner und New Brighton. Ich war also gezwungen mich nach links in Richtung Stadtteil Mt Pleasant zu wenden. Mein Rückweg führte mich dann am Shag Rock vorbei. Der Shag Rock ist ein riesiger Findling, der wie der Cave Rock, im Sumner Beach steckt. Er diente früher als Landmarke zur Orientierung für die küstennahe Schifffahrt.

Mein Rückweg führte mich weiter am Heathcote-Avon-Estuary (die beiden Flüsse fließen zuerst in einem Becken, das von einem Spit (Stadtteile South New Brighton und Southshore) vom Meer getrennt ist, zusammen und dann über die oben beschriebene schmale Mündung ins Meer) entlang. Nach der Bucht „Monks Bay“, in der der Christchurch Yacht Club seinen Sitz hat, bin ich von der Hauptstraße in die kleinere Beach Ville Road abgebogen, die am Wasser entlang führte.

Kurz vor Mc Cormacks Bay bin ich dann wieder in einen Bus eingestiegen, der mich nach Hause gebracht hat.

Heute gibt’s mal nicht so viel Geschriebenes, dafür aber umso mehr Bilder.


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